Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen Sitzung (25.03.) einen Verkehrsversuch zur Verbesserung der Verkehrssituation in Kettwig beschlossen. Im Mittelpunkt steht die vorübergehende Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde auf der Heiligenhauser Straße und der Ringstraße (L 441) im Abschnitt zwischen August-Thyssen-Straße und Werdener Straße.
Was soll der Verkehrsversuch untersuchen?
Ziel des auf zwölf Monate angelegten Verkehrsversuchs ist es, die Auswirkungen einer Geschwindigkeitsreduzierung auf die Verkehrssicherheit, die Lärmbelastung, den Verkehrsfluss sowie den Radverkehr umfassend zu untersuchen. Der Versuch soll wissenschaftlich begleitet und in enger Abstimmung mit dem zuständigen Straßenbaulastträger sowie dem Polizeipräsidium Essen/Mülheim durchgeführt werden.
Welche Daten werden erhoben und dokumentiert?
Vor Beginn des Verkehrsversuchs sollen folgende Daten erhoben werden:
Während des Verkehrsversuchs sind fortlaufend zu dokumentieren:
Nach Abschluss des Verkehrsversuchs wird eine umfassende Evaluation erstellt und dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität zur Beratung und Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt.
Wie geht es jetzt weiter?
Unabhängig davon hat der Rat beschlossen, die Bushaltestellen "Kettwig vor der Brücke" an ihrem aktuellen Standort barrierefrei auszubauen. Die weitergehende Entscheidung über den Bau und Baubeginn der geplanten Maßnahme "Heiligenhauser Straße, Ringstraße, Verbindung Panoramaradweg" (Vorlage 0572/2025/6 ) wird zunächst zurückgestellt, bis die Ergebnisse des Verkehrsversuchs vorliegen. Ursprünglich war geplant, dass eine neue Radverbindung zwischen Panorama- und Ruhrtalradweg gebaut wird, um für eine verbesserte Sicherheit, Barrierefreiheit und Infrastruktur zu sorgen.
Darüber hinaus soll die Stadtverwaltung die verkehrlichen Auswirkungen des Neubaugebiets "Berschener Weg" (Bebauungsplan Nr. 14/16, Am Stammensberg/Ringstraße) fortlaufend beobachten und auswerten. Zusätzlich wird die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, wie im Umfeld der Heiligenhauser Straße und der Ringstraße zusätzliche Parkkapazitäten geschaffen oder vorhandene Flächen effizienter genutzt werden können. Die Ergebnisse sollen in die Evaluation einfließen.
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